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20. Oktober 2023

Was ist los...

...bei den Landesverbänden Nord und Berlin-Brandenburg? Beide LVe trafen sich nun in Greifswald zum zweiten gemeinsamen Plaudertreffen.

Landesverbände Nord und Berlin-Brandenburg treffen sich zum 2. Plaudermeeting

Diesmal hatte der LV Berlin-Brandenburg die Vorbereitungen getroffen und ein attraktives Ziel im LV Nord gewinnen können.
20 Schädlingsbekämpfer*innen aus beiden Landesverbänden hatten sich für das Treffen angemeldet und so ging es am Donnerstag Morgen, dem 05.10.2023 vom Landhotel "Stettiner Hof" auf zur Insel Riems. Umgeben vom Wasser des Greifswalder Boddens steht hier in malerischer Landschaft eines der modernsten Forschungsinstitute Deutschlands: das Friedrich-Loeffler-Institut (kurz: FLI).
Ein Mitarbeiter von Laborleiter Prof. Rainer G. Ulrich, wie auch Prof. Ulrich selbst sowie weitere Kooperationspartner*innen aus dem FLI-Standorten Berlin und Greifswald, hielten wissensreiche Vorträge zu den Themen

  • Krankheitserreger bei Nagetieren und Kleinsäugern allgemein
  • Hepatitis E-Virus in Ratten aus Berlin
  • Pockenvieren und Leptospiren in Ratten
  • Multiresistente Bakterien in Ratten aus Berlin
  • Ratten und SARS-CoV-2-Virus?
  • Übertragungswege und -wahrscheinlichkeiten
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz - Schutzmaßnahmen im Zuge von Befallsanalysen, bei Schädlingsbekämpfungsarbeiten und Nachsorgemaßnahme.

Dazu sei angemerkt, dass der LV Berlin-Brandenburg und das FLI schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Eine nicht unerhebliche Anzahl der untersuchten Proben wurden in der Vergangenheit von den Berliner Mitgliedsbetrieben gesichert und dem FLI zur Verfügung gestellt. Nunmehr umso spannender und bedeutsam die Ergebnisse im persönlichen Kontakt mit den Forschern zu erfahren und diskutieren zu können.

Nicht zu verschmähen war auch der lebendige Vortrag vom Vorsitzenden des LV Berlin-Brandenburg, Mario Heising, der das tägliche Erleben des Schädlingsbekämpfers im urbanen Berlin in Word und Bild näher beleuchtete.

Ergänzt wurde der Aufenthalt im FLI durch einen geführten Rundgang mit der Pressesprecherin Elke Reinking.

Schädlingsbekämpfer der Landesverbände Berlin-Brandenburg und Nord

Nach einer Wanderung über den Ostseedeich bei wundervoll spätsommerlichem Sonnenschein ging es in die urige Fischgaststätte "Fischer un sin Fru". Manch passionierter Carnivor war vom leckeren Fisch wahrlich begeistert.
Weniger euphorisch gestaltete sich der geplante Ausklang des Tages im Hotel an der Bar. Wie auch in unserer Branche leidet das Gastgewerbe an akutem Personalmangel, was die Gruppe bedauerlicherweise schmerzlich erfahren musste.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Freitag und einer organisierten Stadtführung durch die Altstadt von Greifswald hieß es leider "Abschiednehmen".
Für alle Teilnehmenden, die sich bei diesem Plaudertreffen sowohl fachlich, aber auch kulturell und menschlich näher gekommen sind, stand fest: "...Im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder!"

Dann ist der LV Nord wieder an der Reihe - wir freuen uns drauf, was sich der Landesverband, rund um seinen Vorsitzenden Axel Vossen einfallen lässt...

Zum Friedrich-Loeffler-Institut (FLI):

Das FLI wurde im Jahr 1910 von Friedrich Loeffler im Auftrag des preußischen Kultusministeriums zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche gegründet. Es war das erste Institut, das explizit zur Forschung an einer virusbedingten Krankheit bei Tieren eingerichtet wurde und gehört somit weltweit zu den ältesten Virusforschungsinstituten.
Loeffler gilt als einer der Begründer der Virologie. Im Laufe seiner umfangreichen tierexperimentellen Arbeiten kam es im Greifswalder Umland durch Virusverschleppungen immer wieder zu MKS-Ausbrüchen. Daher wurde er von staatlicher Seite ultimativ aufgefordert, eine neue Heimstatt für seine Arbeiten zu suchen. Er entschloss sich, auf der Insel Riems seine Untersuchungen fortzuführen.
Im Jahre 1943 wurden die "Staatlichen Forschungsanstalten Insel Riems" aus hoheitlichen Gründen in den Besitz des Reiches überführt und ab diesem Zeitpunkt zur "Reichsforschungsanstalt Insel Riems". Im Jahre 1945 gingen Ausrüstungen und Einrichtungen des Riems als Reparationsleistung größtenteils verloren.

Unter dem Eindruck der in Europa wütenden MKS-Seuchenzüge wurde die Arbeit auf der Insel Riems jedoch schon 1946 wieder aufgenommen. 1950 führte die DDR als erstes Land weltweit die Impfpflicht für Rinder gegen MKS ein. Nach ihrer Gründung übernahm 1951 die „Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften“ die Verantwortung für das Institut.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Friedrich Loeffler am 24. Juni 1952 erhielt das Institut den Namen „Friedrich-Loeffler-Institut“.
Am 1. Januar 1992 wurde das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems als Teil der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere neu gegründet.

Nachdem am 26. November 2000 zum ersten Mal BSE bei einem Rind in Deutschland festgestellt worden war, wurde innerhalb kürzester Zeit das Institut für Neue und Neuartige Tierseuchenerreger am FLI aufgebaut; es nahm bereits zum 1. Januar 2001 seine Arbeit auf. 2004 wurde die „Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere“ umbenannt in „Friedrich-Loeffler-Institut“ (FLI) mit der Zusatzbezeichnung „Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit“. Unter diesem Namen bündelt das FLI seither wissenschaftliche Kompetenz im Bereich Infektionskrankheiten bei landwirtschaftlichen Nutztieren und Zoonosen. Es bestand 2004 aus 8 Fachinstituten an 4 Standorten. Heute besteht das FLI nunmehr aus 12 Fachinstituten an 5 Standorten.

Mehr dazu erfahren Sie auf der Website des FLI: https://www.fli.de/de/startseite/